BVR zum Weltspartag

Die Sparquote bleibt stabil

Die Sparquote – das Verhältnis von Erspartem und dem verfügbaren Einkommen – lag bei privaten Haushalten in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 bei 9,7 Prozent. Dieser Wert befindet sich nur geringfügig unter dem langjährigen 10-Jahresdurchschnitt. Das ergab die aktuelle Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des Weltspartags am 28. Oktober 2016.

Sparlücke besteht weiterhin

Nach einer vom BVR beauftragten repräsentativen Kantar-Umfrage unter den Bundesbürgern will jeder Sparer durchschnittlich 253 Euro pro Monat zur Seite legen. Tatsächlich sind es aber nur rund 176 Euro. Somit besteht eine Sparlücke von 77 Euro. BVR-Präsidentin Marija Kolak: "Den Bundesbürgern ist die Notwendigkeit der finanziellen Zukunftsvorsorge bewusst. Aber nicht alle können so viel sparen, wie sie es für erforderlich halten und wie es zur Sicherung des Lebensstandards im Alter nötig wäre. Daher bleibt es eine dringende politische Aufgabe, die Vermögensbildung insbesondere bei kleinen und mittleren Einkommen zu fördern. Wertvolle Impulse kann die von der Bundesregierung beabsichtigte Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge setzen. Die im gerade veröffentlichten Referentenentwurf vorgesehene Verbreiterung des Angebotsspektrums je nach Kundenpräferenzen kann die staatliche Förderung für Anleger attraktiver machen. Die bestehenden Regelungen müssen zudem entbürokratisiert und vereinfacht werden."

Erfreuliche Entwicklung: das Geldvermögen wächst

Das Geldvermögen der Bundesbürger lag Ende März 2024 bei 8.174,3 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor belief es sich auf 7.617,0 Milliarden Euro. Der Anstieg des Geldvermögens um 557,3 Milliarden Euro oder 7,3 Prozent erklärt sich in etwa gleichen Anteilen durch Zuflüsse im Zuge der Geldvermögensbildung sowie Kursgewinne auf den Vermögensbestand. Der aktuelle Anstieg des Geldvermögens fällt im historischen Vergleich solide aus. In den 25 Jahren seit der Einführung des Euro ist das Geldvermögen mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 3,75 Prozent gewachsen.

BVR-Studie zum Weltspartag 2024

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2024